11FREUNDE-Aktuell

23.08.2017 / 15.30 Uhr

Machbarkeitsstudie: Kölner Stadionausbau "mit hohen Hürden verbunden"

Köln - Der Verbleib des Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln am traditionsreichen Standort Müngersdorf ist weiter fraglich. Laut einer Machbarkeitsstudie ist ein Ausbau des RheinEnergie-Stadions theoretisch möglich, aber mit hohen planerischen und rechtlichen Hürden verbunden. Zudem wären große Investitionen notwendig, das teilten der Klub und die Stadt Köln am Mittwoch mit.
Die von den Kölner Sportstätten in Auftrag gegebene Studie war vom Planungsbüro Albert Speer & Partner durchgeführt worden. Sie sei zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Ausbau "aufgrund der erheblichen planungsrechtlichen und wirtschaftlichen Risiken selbst in einer Minimalvariante nur sehr schwer realisierbar ist", sagte FC-Präsident Werner Spinner: "Diese Aussage ist aus Sicht des FC natürlich bedauerlich."
Dennoch wolle der Klub "den positiven Dialog mit der Oberbürgermeisterin und der Stadt Köln fortführen, um eine Zukunftslösung zu finden, die sowohl für den FC als auch für die Stadt tragbar ist". Der Verein müsse unabhängig davon parallel aber weiter die Frage nach alternativen Standorten für einen möglichen Stadionneubau intensiv prüfen.
Auch Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker möchte nun mit allen Beteiligten diskutieren, ob eine Erweiterung des Stadions in Müngersdorf "sinnvoll und wirtschaftlich ist".
Das im Bundesligabetrieb 50.000 Zuschauer fassende RheinEnergie-Stadion wurde am 31. Januar 2004 offiziell eröffnet. Zuvor war es in rund zweijähriger Bauzeit am Standort des alten Müngersdorfer Stadions bei laufendem Spielbetrieb entstanden. Angesichts der sogar zu Zweitligazeiten stets hohen Auslastung plant der 1. FC Köln einen Aus- oder Neubau. Auch die Suche nach Alternativstandorten in Köln und außerhalb des Stadtgebiets ist schon angelaufen. Ein Teil der Fans hatte den Standort Müngersdorf unlängst als "nicht verhandelbar" bezeichnet.

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20.08.2017 / 20.00 Uhr

Elvedi schießt Gladbach zum Derbysieg

Mönchengladbach - Borussia Mönchengladbach ist dank Tor-Debütant Nico Elvedi mit einem Derbysieg in die Saison gestartet. Die Fohlenelf bezwang ihren "Lieblingsgegner" 1. FC Köln in einer rasanten Partie verdient mit 1:0 (0:0) und rückte die zuletzt ins Wanken geratenen Verhältnisse am Rhein vorerst wieder zurecht.
Elvedi (49.) erzielte kurz nach der Pause in seiner 47. Erstliga-Begegnung sein Premieren-Tor für die Borussia, die ihre starke Bilanz gegen den Rivalen auf 48 Siege in 87 Bundesliga-Duellen schraubte. Während Gladbach eine insgesamt überzeugende Vorstellung zeigte, haderte Europa-League-Teilnehmer Köln mit der altbekannten Auswärtsschwäche. Zum achten Mal in Folge blieb der FC auf fremden Plätzen ohne Sieg.
Vor 54.108 Zuschauern im ausverkauften Borussia-Park übernahm Gladbach schnell das Kommando. Über die linke Seite stießen Thorgan Hazard und Oscar Wendt immer wieder bis zur Grundlinie vor und sorgten zeitweise für Chaos im FC-Strafraum. Die Folge waren Chancen fast im Minutentakt, die beste vergab Confed-Cup-Sieger Lars Stindl, der aus zehn Metern in die Arme von Schlussmann Timo Horn schoss (16.).
Nach nur 18 Minuten hatte die Borussia schon sieben Torschüsse auf dem Konto, der FC keinen einzigen. Der erste hätte allerdings beinahe ins Ziel gefunden: Neuzugang Jhon Cordoba tauchte plötzlich frei vor Yann Sommer auf, der Schweizer Nationaltorhüter parierte glänzend (19.). Insgesamt blieb das Hecking-Team die spielfreudigere Mannschaft, wechselte schnell die Seiten und gewann viele Zweikämpfe - einzig die Belohnung blieb aus.
Cordoba, der den nach China abgewanderten Torjäger Anthony Modeste ersetzen soll, blieb in der ersten Halbzeit der einzig gefährliche Kölner. Nach einem weiteren Konter verzog der Kolumbianer aus spitzem Winkel knapp (32.). Der ehemalige Fanliebling Modeste drückte den Gästen derweil ebenso wie Lukas Podolski aus Asien die Daumen, beide schickten zu nächtlicher Stunde Twitter-Grüße.
Anschließend verflachte die Begegnung etwas. Die Hausherren hatten zwar weiter mehr vom Spiel, ließen die Dynamik der ersten 20 Minuten aber vermissen. Kurz vor der Pause musste dann Kölns Verteidiger Konstantin Rausch verletzt vom Platz, für ihn kam Jannes Horn.
Unmittelbar nach dem Wechsel kam Gladbach zur verdienten Führung. Stindl schickte Ibrahima Traoré einmal mehr auf links, dessen flache Hereingabe verwertete Elvedi aus fünf Metern durch die Beine von Horn. Schiedsrichter Deniz Aytekin überprüfte kurz mit Hilfe des Video-Referees eine mögliche Abseitsstellung Traorés, gab dann aber das Tor.
Köln reagierte zunächst stürmisch, Elvedi verhinderte mit einer starken Grätsche gegen Cordoba kurz nach seinem Tor den Ausgleich (50.). In einer nun offenen Begegnung ging es hin und her, wobei die Borussia dem zweiten Tor näher war. Rückkehrer Raúl Bobadilla vergab in der Nachspielzeit noch eine große Chance.
Erfreulich ruhig ging es rund um das Stadion zu, bis zum Anstoß meldete die Polizei keine Zwischenfälle. Auf den Rängen verzichteten beide Seiten auf Choreographien und widmeten sich stattdessen auf Spruchbändern dem ligaweiten Protest gegen den DFB.

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20.08.2017 / 19.15 Uhr

2. Runde: DFB-Pokalknaller Leipzig gegen Bayern - Magdeburg empfängt Dortmund

Dortmund - Pokalknaller zwischen dem Vizemeister und dem deutschen Meister: In der zweiten Runde des DFB-Pokals kommt es zum Topspiel zwischen den Champions-League-Teilnehmern RB Leipzig und Bayern München. Die Partie zwischen dem Überraschungszweiten der Vorsaison und dem Rekordpokalsieger, die am darauffolgenden Wochenende in der Allianz-Arena in der Liga aufeinandertreffen, wurde am Sonntag im Rahmen der ARD-Sportschau im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund als letzte Partie von Losfee Carolin Kebekus gezogen und von U21-Trainer Stefan Kuntz bekanntgegeben.
"Das ist das beste Los, das man sich wünschen kann. Wir freuen uns einfach auf einen richtigen Pokal-Fight", sagte RB-Trainer Ralph Hasenhüttl anschließend.   
Drittligist 1. FC Magdeburg, der in der ersten Runde Erstligist FC Augsburg 2:0 bezwungen hatte, freut sich auf Pokalsieger Borussia Dortmund. "Das ist sicher ein Gegner, den sich alle wünschen. Die Atmosphäre wird sensationell. Wir freuen uns total, aber es wird natürlich sehr schwer", kommentierte Magdeburgs Coach Jens Härtel das Los. Im Duell der Europa-League-Teilnehmer treffen in Berlin Hertha BSC und der 1. FC Köln aufeinander.
Regionalligist FC Schweinfurt 05, einziger verbliebener Viertligist im Wettbewerb, trifft auf Pokal-Finalist Eintracht Frankfurt. Glück hatte auch Drittligist SV Wehen Wiesbaden, der auf Schalke 04 empfängt.
In rheinischen Derby empfängt Zweitligist Fortuna Düsseldorf vor eigenem Publikum Borussia Mönchengladbach. Ferner kommt es zum Niedersachsenderby zwischen dem VfL Wolfsburg und Aufsteiger Hannover 96. Werder Bremen trifft in einem weiteren Bundesliga-Duell auf 1899 Hoffenheim.
Die Zweitligisten Holstein Kiel (beim FSV Mainz), Union Berlin (bei Bayer Leverkusen) und Dynamo Dresden (beim SC Freiburg) erwischten ihrerseits schwer Aufgaben. Zweitligist 1. FC Kaiserslautern hat gegen Bundesliga-Aufsteiger VfB Stuttgart immerhin Heimrecht.
Pokalschreck VfL Osnabrück, der den Hamburger SV mit 3:1 blamiert hatte, trifft auf Zweitligist 1. FC Nürnberg, und dessen Ligarivale VfL Bochum reist zum Westfalenduell zum SC Paderborn. 
Die zweiten Runde wird am am 24. und 25. Oktober ausgetragen. Das Finale findet am 19. Mai 2018 in Berlin statt.

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19.08.2017 / 16.10 Uhr

Bei Bayern-Bayer: Süle erzielt erstes Saisontor

München - Fußball-Nationalspieler Niklas Süle hat am Freitag das erste Saisontor der 55. Spielzeit der Fußball-Bundesliga erzielt. Der Ex-Hoffenheimer war in der neunten Minute des Auftaktspiels von Titelverteidiger Bayern München gegen Bayer Leverkusen (3:1) erfolgreich. 
Süle war schon der zwölfte Münchner nach Rainer Ohlhauser (1968), Gerd Müller (1969), Bernd Dürnberger (1979), Zé Roberto (2003), Owen Hargreaves (2005), Roy Makaay (2006), Bastian Schweinsteiger (2008), Thomas Müller (2011 und 2014), Arjen Robben (2013), Medhi Benatia (2015) und Xabi Alonso (2016), dem das erste Tor einer Bundesliga-Saison gelang. 
Den ersten Treffer in der Bundesliga-Historie hatte der Dortmunder Timo Konietzka erzielt. Zum Auftakt der Saison 1963/64 am 24. August 1963 hatte er nach 50 Sekunden gegen Werder Bremen getroffen. - Die Liste der ersten Saisontore in der Fußball-Bundesliga: 
1963/64: Timo Konietzka (Borussia Dortmund) 1. Minute 
1964/65: Josef Marx (Karlsruher SC) 2. 
1965/66: Timo Konietzka (1860 München) 1. 
1966/67: Willi Reitgassl (1. FC Kaiserslautern) 3. 
1967/68: Djordje Pavlic (MSV Duisburg) 19. 
1968/69: Rainer Ohlhauser (Bayern München) 7. 
1969/70: Gerd Müller (Bayern München) 2. 
1970/71: Otto Rehhagel (1. FC Kaiserslautern) 5. 
1971/72: Theo Bücker (Borussia Dortmund) 7. 
1972/73: Klaus Budde (Fortuna Düsseldorf) 3. 
1973/74: Hans Walitza (VfL Bochum) 3. 
1974/75: Ludwig Bründl (Eintracht Braunschweig) 2. 
1975/76: Henning Jensen (Bor. Mönchengladbach) 8. 
1976/77: Rudi Bommer (Fortuna Düsseldorf) 3. 
1977/78: Holger Willmer (1. FC Köln) 3. 
1978/79: Ronald Worm (MSV Duisburg) 40. 
1979/80: Bernd Dürnberger (Bayern München) 3. 
1980/81: Atli Edvaldsson (Borussia Dortmund) 6. 
1981/82: Ilija Zavisic (Eintracht Braunschweig) 6. 
1982/83: Siegfried Bönighausen (Bo. Dortmund) 24. 
1983/84: Jan Svensson (Eintracht Frankfurt) 39. 
1984/85: Klaus Fischer (VfL Bochum) 1. 
1985/86: Rudi Völler (Werder Bremen) 32. 
1986/87: Guido Buchwald (VfB Stuttgart) 11. 
1987/88: Christian Schreier (Bayer Leverkusen) 38. 
1988/89: Rainer Zietsch (VfB Stuttgart) 16. 
1989/90: Stefan Kuntz (1. FC Kaiserslautern) 1. 
1990/91: Fritz Walter (VfB Stuttgart) 38. 
1991/92: Michael Tönnies (MSV Duisburg) 29. 
1992/93: Andreas Thom (Bayer Leverkusen) 13. 
1993/94: Sergio Zarate (1. FC Nürnberg) 3. 
1994/95: Andreas Müller (Schalke 04) 12. 
1995/96: Richard Cyron (Fortuna Düsseldorf) 2. 
1996/97: Martin Driller (FC St. Pauli) 19. 
1997/98: Ulf Kirsten (Bayer Leverkusen) 10. 
1998/99: Uwe Spies (MSV Duisburg) 17. 
1999/00: Claus Thomsen (VfL Wolfsburg) 17., Eigentor 
2000/01: Heiko Herrlich (Borussia Dortmund) 61. 
2001/02: Marcio Amoroso (Borussia Dortmund) 12. 
2002/03: Bart Goor (Hertha BSC Berlin) 1. 
2003/04: Ze Roberto (Bayern München) 16. 
2004/05: Nelson Valdez (Werder Bremen) 83. 
2005/06: Owen Hargreaves (Bayern München) 28. 
2006/07: Roy Makaay (Bayern München) 24. 
2007/08: Lewan Kobiaschwili (Schalke 04) 25. 
2008/09: Bastian Schweinsteiger (Bayern München) 12. 
2009/10: Zvjezdan Misimovic (VfL Wolfsburg) 71. 
2010/11: Thomas Müller (Bayern München) 9. 
2011/12: Kevin Großkreutz (Borussia Dortmund) 17. 
2012/13: Marco Reus (Borussia Dortmund) 11. 
2013/14: Arjen Robben (Bayern München) 12. 
2014/15: Thomas Müller (Bayern München) 37. 
2015/16: Medhi Benatia (Bayern München) 27. 
2016/17: Xabi Alonso (Bayern München) 9.
2017/18: Niklas Süle (Bayern München) 9.

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